Die Arbeit mit jungen Menschen war und ist Elīna Garanča schon immer ein großes Anliegen. Aus diesem Grund startete sie 2019 ihre Nachwuchsinitiative, bei der junge Sängerinnen und Sänger neben einem Förderbeitrag von Mitinitiator Raiffeisen NÖ-Wien auch ein persönliches Coaching durch die Mezzo-Sopranistin gewinnen konnten. Sieger der ersten ZukunftsStimmen-Initiative war der steirische Bass-Bariton Alexander Grassauer, der mittlerweile ein fixes Engagement am Gärtnerplatz Theater in München hat und im Juli 2019 an der Seite von Elīna Garanča die Herzen der Besucher in Göttweig und Kitzbühel im Sturm eroberte.

Bedingt durch COVID-19 konnte die Initiative im letzten Jahr nicht komplett durchgeführt werden, dies wurde nun nachgeholt: Gestern, 12. April, fand das finale Vorsingen der 11 hoffnungsvollsten jungen Talente für ZukunftsStimmen 2021 im Palais Niederösterreich in der Wiener Herrengasse statt. Diesjähriger Sieger ist Philipp Schöllhorn. Er überzeugte die Jury mit der Arie „I got plenty o nuttin“ aus „Porgy and Bess“ von George Gershwin. Auch er gewinnt ein eine wertvolle finanzielle Unterstützung von Raiffeisen NÖ-Wien und ein Coaching durch Elīna Garanča.

Philipp Schoellhorn

Darüber hinaus winken Philipp Schöllhorn auch Auftritte im Rahmen der beiden Klassik Open-Air- Konzerte. Gemeinsam mit Elīna Garanča vor einem großen Publikum auf den beeindruckenden Bühnen zu stehen, ist sicherlich der bisherige Höhepunkt der noch so jungen Karriere.

Musikalische Gäste

Neben dem Sieger der Initiative ZukunftsStimmen haben Elīna Garanča und Karel Mark Chichon auch für diesen Sommer wieder zwei musikalische Gäste eingeladen: Der rumänische Sopran Cellia Costea sowie der armenische Tenor Arsen Soghomonyan werden gemeinsam mit den beiden auf der Bühne stehen. Beide KünstlerInnen haben mehrfach große Gesangswettbewerbe gewonnen und singen heute weltweit an den großen Opernhäusern.

Costea Cellia c Vangelis Kyris

Cellia Costea, geboren in Piatra Neamt/Rumänien, studierte Gesang u. a. an der Musikhochschule in Bukarest. An der dortigen Opera Națională gab sie ihr Debüt als Desdemona inOtello.Ihre internationale Karriere begann sie am Stadttheater Klagenfurt als Contessa di Almaviva in Mozarts Le nozze di Figaro. Seither führten sie Gastengagements weltweit auf die ganz großen Opernbühnen, darunter das Royal Opera House London, die Bayerische Staatsoper München, die Deutsche Oper Berlin, die Oper Frankfurt, das Opernhaus Oslo, De Nationale Opera Amsterdam, die Opéra municipal de Marseille, die Staatsoper Hannover, die Arena di Verona, die Griechische Nationaloper Athen oder das Opernhaus in Peking. Zu ihren wichtigsten Repertoire-Rollen gehören Partien wie die Contessa di Almaviva (Le nozze di Figaro), Liù (Turandot), Donna Elvira (Don Giovanni), Leonora (Il trovatore), Cio- Cio-San (Madama Butterfly) und Amelia (Un ballo in maschera) sowie die Titelpartien in Tosca und Aida. Seit 2012 ist Cellia Costea Solistin der Griechischen Nationaloper in Athen. In diesem Jahr erhielt sie vom Verband der griechischen Theater- und Musikkritiker den Großen Preis für die beste Künstlerin des Jahres, eine von zahlreichen internationalen Auszeichnungen.

Arsen Soghomonyan

Arsen Soghomonyan wurde in Eriwan (Armenien) geboren und studierte Gesang, unter anderem am Konservatorium seiner Heimatstadt. Er gewann Gesangswettbewerbe in Warschau und Moskau und hatte erste Auftritte an der armenischen Nationaloper. Zunächst trat er als Bariton auf und sang Partien wie Figaro (Il barbiere di Siviglia), Belcore (Lʼelisir dʼamore) und Napoleon (Krieg und Frieden) in Moskau. 2017 gab er sein Debüt als Tenor als Cavaradossi (Tosca) am Stanislawski- und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheater in Moskau. Es folgten Canio (I Pagliacci) in Mexiko und am Teatro San Carlo in Neapel und die Titelpartie in Verdis Otello unter Zubin Mehta in der Berliner Philharmonie, mit der er in der Saison 2019/20 auch an der Bayerischen Staatsoper in München debütierte.